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Miedzyrzecz (ehemals Meseritz) | ![]() |
Seit dem 24. Oktober 1991 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Miedzyrzecz, Vlagtwedde und Haren (Ems). Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Partnerschaftsurkunden in Haren (Ems) von den Repräsentanten der drei Partnerstädte aus den drei Ländern unterzeichnet und ausgetauscht.
Die frei und demokratisch gewählten Vertreter der Stadt Haren (Ems), der niederländischen Partnergemeinde Vlagtwedde und der Stadt Miedzyrzecz bekunden mit der Unterzeichnung der Urkunde feierlich ihren Willen zu einer gemeinsamen Partnerschaft. In der Urkunde wird dokumentiert, daß die Partner einen engen Erfahrungsaustausch auf allen Gebieten des Lebens, besonders auf dem kulturellen, sportlichen und touristischen Sektor pflegen wollen. Geplant ist ferner, alle Vorhaben, die sich als nützlich und sinnvoll erweisen, im Geist gegenseitigen Verständnisses und der Achtung wechselseitiger Interessen zu verwirklichen.
Vor allem sollen persönliche Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern gefördert werden. Dabei kann der jüngeren Generation eine entscheidende Rolle zufallen, weil sie durch die jüngste Geschichte weniger belastet ist und freundschaftliche Beziehungen leichter knüpfen kann.
Mit dem Tag der Unterzeichnung der Urkunde sei ein weiterer wichtiger Schritt zum Zusammenwachsen Europas in Frieden und Freiheit getan.
Wie ist nun diese "Dreier - Städtepartnerschaft" zustande gekommen?
Die Partnerstädte Haren (Ems) und Vlagtwedde suchten Anfang der 90er Jahre eine Partnerstadt in Osteuropa. Unter Abwägung der entsprechenden Entfernungen einigte man sich schließlich auf das Gebiet Polen. Nach der soeben durchgeführten Demokratisierung in Polen war dies auch nicht mehr unmöglich.
Nun war der damals amtierende Bürgermeister und jetzige Ehrenbürgermeister von Haren (Ems) gefragt, der familiäre Beziehungen zu einem kleinen polnischen Ort hatte. Kurzerhand schlug er daher die nächstgrößere Stadt vor. Es war Miedzyrzecz. Anläßlich eines Aufenthaltes in Polen besuchte unser Ehrenbürgermeister seinen Amtskollegen, berichtete ihm über die angedachten Planungen und lud ihn mit einer Abordnung nach Haren (Ems) ein. Schon kurze Zeit später konnte unser Ehrenbürgermeister die Gäste aus Miedzyrzecz in Haren (Ems) begrüßen. Einer offiziellen Städtepartnerschaft schien schon bald nichts mehr im Wege zu stehen. Nach dem offiziellen Gegenbesuch in Miedzyrzecz gab schließlich auch der Harener Stadtrat dieser Städtepartnerschaft grünes Licht.
Auch diese Städtepartnerschaft wurde schon bald mit Leben erfüllt. Viele Familien pflegen einen regelmäßigen Austausch. Aber auch die Jugend ist mit Sport, Musik und Schüleraustausch dabei. Hervorzuheben sind auch die regelmäßigen Hilfsaktionen, die zugunsten hilfsbedürftiger Bürgerinnen und Bürger und der Krankenhäuser durchgeführt werden.
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Stadtportrait
Miedzyrzecz, Partnerstadt seit dem 24.10.1991, gehört zu den historischen polnischen Städten, die an der sog. "Bernsteinstraße" liegen. Die Stadt liegt an dem wichtigen Verkehrsweg Norden - Süden /Skandinavien - Mittelmeerbecken und in der Nähe des Verkehrsweges Osten Westen / Internationale Straße Nr. 3. Miedzyrzecz liegt 85 km von der westlichen Grenze Polens entfernt, 120 km östlich von Berlin und 120 km westlich von Posen. Jahrhundertelang diente die Stadt den polnischen Königen als fernliegende, westliche Festung. Aus dem Mittelalter stammt auch die Burg und der Graben, der sie umkreist.

Rathaus
Miedzyrzecz zählt heute über 20.000 Einwohner. Viele kleine Dörfer verteilen sich auf die gesamte Fläche von 305,65 qkm. 11 Seen zur Größe von 7 bis 120 ha und 55 % Waldanteil prägen die Landschaft. Die Stadt liegt an dem Fluß Obra, der durch die Flüsse Warthe und Oder mit der Ostsee verbunden ist. Die Miedzyrzeczer Wälder sind reich an Waldfrüchten, besonders Blaubeeren und Pilzen. Jagdbares Wild trifft man hier sehr zahlreich an, vor allem Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse, Hasen und Wildenten. In den fischreichen Seen finden wir vor allem Schleien, Karpfen, Zander und Maränen. Vorhanden ist ein Strand mit Badeanstalt ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Dort befindet sich ebenfalls ein Hotel und ein Campingplatz. Die Stadt Miedzyrzecz besitzt viele interessante Sehenswürdigkeiten. Hierzu zählen insbesondere:
die Burgruinen aus dem 14. Jahrhundert.

Museum
Das Kloster Paradyz, ein Zysterzienserkloster, der Wallfahrtsort Rokitno, mit der Kirche der "Geduldig zuhörenden Gottesmutter", in der man selbst, wenn man halbjährlich kommt, immer wieder neue Gestaltungen der Wallfahrtsanlage findet. Beachtenswert ist das heimatkundliche Museum. Es befindet sich in den historischen Gebäuden der ehemaligen Starostei. Es besitzt eine archäologische und etnografische Abteilung. Besonders stolz ist das Museum auf die größte in Polen vorhandene Sammlung von sog. Sargportraits, die in der europäischen Kultur eine polnische Eigenart bildet.

Idylle an der Obra
Ein touristisches Objekt von europäischem Rang ist die Miedzyrzeczer Festungsanlage. Es
ist der größte Festungsgürtel in Europa. Seine Korridore und Tunnels liegen ca. 30 bis
40 m tief und sind 28 km lang. Die Festungsanlage ist zugleich ein Naturschutzgebiet für
rund 30.000 Fledermäuse. Hier befindet sich das einzige in Europa vorhandene
Fledermausreservat. Als Unterhaltungszentrum dient der Stadt das Kulturhaus. Mehr als 10
Hobbygruppen arbeiten dort, z.B. Bridgespieler, Gesellschaftstanzgruppe, Filmclub. Im
Kulturhaus befinden sich fern ein Schauspiel - Kinosaal und ein Café.

Burg in Miedzyrzecz
Miedzyrzecz ist ein regionales Bildungszentrum. Es besitzt 6 Kindergärten, 6 Schulen und 5 Oberschulen. Die Stadt ist außerdem ein regionales Zentrum im Bereich der medizinischen Dienste. Es besitzt 2 große Krankenhäuser. Sie verfügen über Abteilungen wie Pädiatrie, Chirurgie, Gynäkologie, Internistik, Neurologie, psychiatrische Abteilung für intensives Heilverfahren. In der Stadt befinden sich auch viele ärztlichen Fachberatungsstellen.